Vor- und Nachteile von Holzpellets-Heizungen

Um einen aussagekräftigen Vergleich zu anderen Heizmethoden ziehen zu können, sollte man sich am besten die Vorteile und Nachteile von Holzpellets einmal vor Augen halten und mit den anderen Methoden vergleichen.


Vorteile Holzpellets

Vorteile Nachteile HolzpelletsZum einen bieten Holzpellets den Vorteil, dass sie aus einem nachwachsenden Rohstoff gefertigt werden. Zudem sind sie quasi ein Nebenprodukt in Sägewerken und es werden prinzipiell keine Bäume gefällt, nur um daraus Pellets zu fertigen. Das wäre für Unternehmen nicht rentabel, von daher kann man Holzpellets gerade im Vergleich mit Gas oder Öl wohl als die ressoursenschonendste Heizvariante bezeichnen.
Des weiteren bieten Holzpellets den Vorteil, dass sie direkt im Sägewerk gefertigt werden. Es fallen keine Transportwege zu einem weiteren Unternehmen an, was die Umweltbilanz der Holzpellets zudem positiv beeinflusst.
Dabei spielt auch die Nähe des Herstellungsbetriebes eine wichtige Rolle. Auch wenn in Deutschland die Dichte der Herstellungsbetriebe noch bei weitem nicht so hoch ist wie beispielsweise in Österreich, so lassen sich durchaus viele Betriebe finden die Holzpellets anbieten und die keine langen Lieferwege in Kauf nehmen müssen.



Vorteile Nachteile HolzpelletsSomit ergibt sich ein weiterer Vorteil, denn so entstehen keine großen Transportwege. Zudem kann so auch der Termin für eine Lieferung mit Pellets oft wesentlich kurzfrisitiger und spontaner vereinbart werden als es bei Brennstoffen wie Öl der Fall ist.
Ein Preisvergleich zu anderen Brennstoffen soll später noch unter einem gesonderten Punkt erwähnt werden, aber auch hier ist man mit Pellets im Vorteil. Was zudem für die Verwendung von Holzpellets spricht ist die wesentlich einfachere Lagerung.

Nachteile Holzpellets

Vorteile Nachteile HolzpelletsEin Nachteil der Holzpellets - der im Vergleich zu Öl erhöhte Platzbedarf - kann dadurch sofort wieder ausgeglichen werden. Es ist zwar richtig, dass man durch die geringere Brenndichte der Holzpellets mehr Lagerplatz benötigt, allerdings ist es so, dass sich die Pellets dennoch in der Regel auf derselben Grundfläche lagern lassen auf welcher man vorher zum Beispiel den Tank für die Ölheizung stehen hatte. Hier kommt zum Tragen, dass man die Holzpellets beliebig hoch aufschütten kann und nicht wie bei einem Öltank auf gewisse Kapazitäten achten muss.
Zudem erspart man auch die regelmäßige Wartung und Prüfung auf Lecks, wie es bei einem Öltank notwendig ist. Dadurch spart man sich nicht nur Zeit, sondern auch weitere Kosten ein.

Um für seine eigenen Bedürfnisse ermitteln zu können wie viele Pellets man benötigt, sollte man eine ungefähre Vorstellung davon haben wieviel kW generell verbraucht werden. Ein normales Einfamilienhaus hat im Durchschnitt einen Verbrauch mit einer 15 kW-Anlage von ca. 3 - 4 Tonnen, so dass man sich den Platzbedarf ungeführ ausrechnen kann. Pro Kubikmeter kann man ca. 650 kg Pellets lagern, so dass für ein Einfamilienhaus damit ein Platzbedarf von etwa 5 - 6, maximal 7 Kubikmetern besteht.

UmweltverträglichkeitWas die Umweltverträglichkeit betrifft, so braucht man sich im Falle von Holzpellets nicht den Kopf zerbrechen. Wo man genau über den Schafstoffausstoß von Öl- oder Gasverbrennung Bescheid weiß, könnte man anfangs annehmen, dass auch die Verbrennung von Holzpellets nicht viel besser wäre. Damit liegt man aber definitiv falsch. Pelletheizanlagen sind weitgehend CO2-neutral. Zudem wird bei der Verbrennung der Pellets nur soviel CO2 freigesetzt, wie die Bäume auch in ihrer Wachstumsphase in sich aufgenommen haben und auch bei einem natürlichen Verrottungsprozess wieder freigeben würden. Da durch die kaum vorhanenden Transportwege zudem nahezu keine CO2-Belastung durch den Transport ensteht, lassen sich Holzpellets durchaus als sauberer Brennstoff bezeichnen.

Ein wirklicher Nachteil der Holzpellets ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings mitunter die Versorgungssicherheit. Nachdem es in den letzten zwei bis drei Jahren einen mitunter recht großen Zuwachs an Pelletheizungen gab, enstand im Winter 2005/2006 sogar eine kurzzeitige Knappheit was die Lieferung von Holzpellets betrag. Das hängt damit zusammen, dass im laufenden Jahr viele Hersteller ihre Produkte vor allem im Sommer an Kraftwerke in den Niederlanden verkauft haben und dies erst zum Herbst hin eindämmten, um für die steigende Anfrage im Winter die Lager gefüllt zu haben. Allerdings hatte man in besagtem Winter wohl den Zuwachs an neuen Heizungen unterschätzt und konnte so kurzzeitig die vielen Anfragen nicht bedienen.



Da der Markt der Pellets ständig wächst lässt sich noch nicht genau sagen wie sich das Angebot und die Nachfrage genau einpendeln wird, ein gewisses Restrisiko ist also vorhanden. Zudem ist es so, dass der Bedarf an Holz generell steigt und es somit auch nicht zu erwarten ist, dass trotz gestiegener Herstellungsmenge die Preise spürbar sinken werden. Hinzu kommt, dass beispielsweise Tschechein bislang Zulieferer hauptsächlich für Österreich war, nun aber mehr und mehr darauf bedacht ist den eigenen Bedarf zu decken und nur noch wenig exportiert. Zudem nimmt man auch in Italien immer größeren Menge Pellets ab, so dass aus Österreich zugekaufte Holzpellets nicht mehr so günstig sind wie noch vor ein paar Jahren.

Staatliche FörderungDa die Nachfrage nach Holzpelletheizungen so enorm gestiegen ist, wurden leider im letzten Jahr bereits im August die Staaatliche Förderungen für Holzpelletheizungen eingefroren. Zuvor war die StaatlicheFörderung bereits zweimal gesenkt worden, ohne zu einer Reduzierung der Nachfrage zu führen. Für das aktuelle Jahr kann zwar wieder eine Förderung für Holzpelletheizungen beantragt werden, auch wenn diese im Vorjahr bereits abgelehnt wurde, allerdings steht die Höhe einer möglichen Förderung noch nicht fest. Wer hierzu genaueren Angaben benötigt, sollte sich am besten direkt bei der eigenen Gemeinde erkundigen.

Ein weiterer Nachteil der Holzpellets darf ebenso in keinem Fall außer Acht gelassen werden. Auch wenn es vereinzelt eine Förderung für eine Anschaffung oder eine Umrüstung auf Pelletheizungen gibt, so liegen die Anschaffungskosten für Holzpelletheizungen doch bedeutend höher als dies bei einer herkömmlichen Heizung mit Öl oder Gas der Fall wäre. Hat man bereits einen Öl- oder Gasbrenner und möchte seine Anlage auf eine Holzpelletheizung umrüsten, gibt es dafür spezielle Anbaubrenner die mit Pellets betrieben werden. Allerdings entstehen auch hier Kosten von ca. 2.000 €. Eine Investition will also vorher erst einmal gut überlegt sein.

Zudem entsteht bei der Lieferung der Holzpellets und teils auch beim Verbrennen eine gewisse Mange an Staub, bzw. Feinstaub. Für größere Anlagen lassen sich hiergegen spezielle Filter einrichten, im privaten Bereich sind sie allerdings kaum rentabel und auch nicht dringend vonnöten, erwähnt werden sollte dieser Punkt allerdings dennoch.



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